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Tripolis
Tripolis (arab. طرابلس Tarabulus oder طرابلس
الغربية Tarabulus
al-gharbiyya, früher Oea)
ist die Hauptstadt Libyens und hat 1.150.990 Einwohner
(Stand 1. Januar 2005).
Sie ist der politische, wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt
sowie Verkehrsknotenpunkt des Landes.
Geographische Lage
Die Stadt liegt im Nordwesten des Landes am Mittelmeer, durchschnittlich 84
Meter über dem Meeresspiegel.
Klima
Tripolis befindet sich in der subtropischen Klimazone.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 20,2 Grad Celsius,
die jährliche Niederschlagsmenge 301 Millimeter im Mittel.
Der wärmste Monat ist der August mit
durchschnittlich 28,1 Grad Celsius,
der kälteste der Januar mit 12,1 Grad Celsius.
Der meiste Niederschlag fällt im Monat Januar mit
60 Millimeter im Mittel.
Zwischen Juni und August fällt kein Niederschlag.
Geschichte
Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern
unter dem Namen Oea gegründet.
Unter den sizilischen Griechen wurde sie gemeinsam mit
den benachbarten Städten Sabratha und Leptis Magna unter dem Namen Tripolis
zusammengefasst.
Tripolis bildete im Altertum ein mittelbares Gebiet Karthagos,
die so genannte Regio Syrtica.
Nach dem zweiten Punischen Krieg
wurde es von den Römern
Numidien überlassen, nach deren Unterwerfung zu der
römischen Provinz Africa geschlagen.
Unter Septimius Severus wurde im 3. Jahrhundert n. Chr.
die Provincia
Tripolitana
gebildet mit Oea als Hauptstadt, auf welche sodann der Name
Tripolis überging.
Die wirtschaftliche Blütezeit endete mit dem Niedergang des Römischen Reichs.
Durch die Einfälle der Nomaden und der Vandalen sank die Bevölkerung von
30.000 auf 7.000 Menschen.
Nach der Invasion der Araber im 7. Jahrhundert teilte Tripolis die Geschicke
der Berberei.
Nachdem es längere Zeit zu Tunis gehört hatte, erlangte es zu Ende des 15.
Jahrhundert seine Unabhängigkeit.
1509 wurde die Stadt Tripolis von den Spaniern unter Graf Pietro von Navarra
erobert und ein spanischer Statthalter eingesetzt.
Kaiser Karl V. überließ sie 1530 den Johannitern als Lehen,
aber schon 1551 wurde sie von den Türken unter Turgut Reis (Dragut)
wiedererobert, der daraufhin vom Sultan zum
Bei von Tripolis ernannt wurde.
1711 machte sich der türkische Pascha Ahmad Qaramanli (der Große) fast
unabhängig von der Pforte, indem er nur noch Tribut zahlte, und begründete die
Dynastie der Qaramanli (1711-1835).
Der 1728 unternommene Kriegszug der Franzosen gegen Tripolis endigte mit der
fast gänzlichen Zerstörung der Stadt.
Dessen ungeachtet machte erst die französische Eroberung Algiers (1830) der
Seeräuberei auch in Tripolis ein Ende.
1835 fand sich die Pforte durch die in Tripolis herrschende innere Zerrüttung
zum Einschreiten veranlasst und machte der Herrschaft der Familie Karamanli
ein Ende, worauf Tripolis als Vilayet
dem türkischen Reich einverleibt würde.
Nach der Unabhängigkeit Libyens (1951) unter König Idris I. und der Bildung
eines Einheitsstaates wurde Tripolis 1963
Hauptstadt des Landes.
Quelle : Wikipedia